Mittwoch, 3. März 2010

Soll ich Pokerprofi werden? Nichts als die Wahrheit

Viele junge Menschen setzen sich mit der Frage auseinander professionelle Pokerspieler zu werden. Wie bei jeder schweren Entscheidung gibt es Vor – und Nachteile welche es abzuwägen gilt.

Wir spielen Poker um schnell reich zu werden. Mit schnell meine ich keine lucky lucker Karriere a la Chris Moneymaker, sondern schnell im Vergleich zu dem, wie lange es in der freien Wirtschaft dauern würde.
Machen wir uns nichts vor. Die Realität in Europa sieht heute wie folgt aus: Immer mehr Menschen werden in den Niedriglohn Sektor abgeschoben, müssen unter unmenschlichen Bedingungen für einen Lohn arbeiten, welcher zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel ist.
Viele Unternehmen beuten ihre Mitarbeiter aus, und verlangen ihnen unbezahlte Überstunden ab. Ehemals blühende Unternehmen und Familienbetriebe wurden von der Hochfinanz im Sinne des Shareholder Value zu Ungunsten der Arbeitnehmer verändert. Dividenden für Aktionäre gehen vor Arbeitnehmerinteressen, eine AG ist ihren Aktionären verpflichtet. Der Firmenwert steigt mit der Produktivitätssteigerung durch niedrigere Löhne.
Die Gewerkschaften müssen unter der Drohung der Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohn Länder zurückstecken und hart erkämpfte Arbeitnehmer Rechte aufgeben.
Ehemals stolze Arbeitnehmer finden sich nun in Billig Arbeitsverhältnissen wieder.
Die Jugend ist unzufrieden, es ist das Zeitalter der Spekulanten. Wollten junge Menschen vor einigen Jahrzehnten noch die Welt verbessern, und Anwälte, Ärzte oder Entwicklungshelfer werden, geht es der Jugend heute nur noch darum reich zu werden, und das möglichst schnell.
DSDS, Germanys next Topmodel, Big Brother und Popstars verkaufen diese Träume, und werden mit unfassbaren Einschaltquoten belohnt. Die Jugend hat kaum noch Ideale, kaum einen Antrieb Großes zu erreichen, grob gesagt spaltet sie sich in 2 Lager. Das eine Lager hängt perspektivlos rum auf den Straßen, das andere Lager hängt perspektivlos vor der Play Station. Wenige fleißig, zielstrebige junge Leute besuchen die Uni um etwas aus ihrem Leben zu machen.
Viele unserer besten Studenten mit guten Abschlüssen hangeln sich seit Jahren von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten, in der Hoffnung später mit einigen Jahren Berufserfahrung endlich ein Job/Gehalt zu bekommen welches ihren Qualifikationen entspricht.

Soviel zur Arbeitsmarkt Lage in Europa. Die Zeit ist im Wandel, an die Stelle wo unsere Eltern und Großeltern noch mit einem festen Arbeitsplatz für Jahrzehnte langfristig planen konnten, treten nun kurzfristige Zeitarbeitsverträge welche das langfristige planen unmöglich erscheinen lassen.
Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich das junge Leute auf das schnelle Geld aus sind.

Nun stellt sich die Frage ob es sinnvoll ist Pokerprofi zu werden.
Fakt ist, dass man sein eigener Chef ist, was enorm viel Vorteile mit sich bringt.
Freiheit liegt nun mal nicht darin, das man tun kann was man will, sondern das man nicht tun muss was man nicht will.
Es ist wunderschön Reiselustig sein zu können, in der Sonne leben zu können und einen gewissen finanziellen Spielraum zu haben.
Man kann sich seine Zeit frei einteilen. Aber auch da stößt man ab den Midstacks durchaus an Grenzen, weil man die Arbeitszeit der Fishzeit anpassen sollte um auf wirklich effektiv arbeiten zu können.
Man tut auf jeden fall das was man liebt, hört sich gut an, doch; ein Spiel als Hobby zu spielen oder es als Beruf zu betreiben sind 2 verschiedene paar Schuhe. Ein Spiel wie dieses 5-6 Tage die Woche mit 5-7 Stunden zu spielen hat weniger etwas mit einem Spiel sondern eher etwas mit harter Arbeit zu tun. Machen wir uns nichts vor. Das Spiel ist relativ simpel, und jeden Monat 100.000 Hände und mehr zu spielen kann ganz schön ermüdend sein. Es ist schwer die Motivation aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig kann man sich Fehler durch Unkonzentration beim besten Willen nicht erlauben.
Weiterhin möchte ich darauf eingehen das die Spiele einfach tougher geworden sind. Mittlerweile ist soviel Pokerliteratur vorhanden, das selbst auf den kleinen Limits schon ansehnliches Poker gespielt wird. Damit sage ich nicht, dass die Spiele nicht mehr zu schlagen sind, das sind sie auch weiterhin, aber man kann mit einem einfachen starting hand chart einfach keine zig bb/100 mehr erreichen. Es gibt viele ehemalige erfolgreiche Mid stack Spieler, welche mittlerweile kaum noch die kleinen Limits schlagen. Das ist die Realität.
Und weil die Spiele härter werden, muss man noch mehr Arbeit in die Weiterbildung investieren um auch weiterhin auf dem eigenen Limit bestehen zu können.
Doch wie viel kann man investieren? Wie viel will man investieren?

Berufspokerspieler zu sein bedeutet nicht, den ganzen Tag in der Sonne zu liegen, seinen Hobbys nachzugehen um anschließend 2-3 Stunden zu pokern.
Poker ist Selbstständigkeit . Und wie in jeder Selbstständigkeit ist man selbst und ständig mit der eigenen Selbstständigkeit beschäftigt. Da es eine der obersten Prioritäten sein muss, die Varianz welche unterschätzt wird abzufedern, müssen pro Arbeitstag mindestens 5-7 Stunden gespielt werden.
Doch mit der reinen Arbeitszeit ist es nicht vorbei. Man muss sich weiterbilden, Bücher lesen, Hände Analysieren, Statistik in Ordnung halten und und und. Sprich man verbringt enorm viel Zeit alleine vor dem PC.
Ist es das was einen glücklich macht? In einem sind wir uns alle einig, wenn wir im Sterbebett liegen und sich die Frage stellt was wir mit unserer so kostbarer Zeit getan haben, wird niemand auf die Idee kommen zu sagen: „ Ach hätte ich mal mehr Poker gespielt“ . Wenn das so ist dann kann Poker nur Mittel zum Zweck sein.
Natürlich wird auch niemand auf die Idee kommen zu sagen „ Ach hätte ich mal noch ein bisschen mehr für meinen undankbaren Chef gearbeitet, welcher mich immer so erniedrigt hat und mir bis heute meine Überstunden schuldig geblieben ist“
Ist man bereit diesen Preis zu zahlen`?
Das richtige Leben muss immer vor gehen. Nur wenn man die richtige Balance zwischen Real Live und Poker findet, kann es einen glücklich machen.

Solange es up geht führt man ein recht wunderbares Leben. Man ist sein eigener Chef, niemand geht einen auf die Nerven, und das Selbstvertrauen steigt mit den steigenden Einnahmen. Man kann sich materielle Dinge leisten, welche sonst warscheinlich in weiter Ferne lägen. Man kommt in der Welt herum, öffnet seinen Horizont für neues, lernt neue Sprachen und verwirklicht seine Hobbys. Man kann in einem schönen Haus in der Sonne wohnen.

Doch bedenkt, jedes down ist eine enorme Herausforderung an die eigene Psyche. Downs von 100 buy ins oder 100 Stacks sind keine Seltenheit. Das glaubt ihr mir nicht? Sprecht mit Menschen welche bereits mehrere Jahre vom Poker leben. Es gibt wenige Spieler welche keine Verlustmonate vorzuweisen haben. Es gibt Monate / zig tausend SNGs etc. wo man durch die vielen verlorenen Flips etc. einfach nicht gewinnen kann.
Leider nehmen diese downs dann Platz im Privatleben ein.
Anstatt sich zu entspannen, seinen Hobbys nachzugehen und soziale Kontakte zu pflegen sucht man auch in der eigentlich Arbeitsfreien Zeit nach Lösungen. Man ist unzufrieden, ganz und gar mit sich selbst beschäftigt. Nun hat man einen 24 Stunden Job, in welchem Zukunftsängste entstehen, man Antriebslos ist und anfängt an den eigenen Fähigkeiten und dem Sinn des Berufes zu zweifeln.
Wer nun fleißig ist, viele Rakeback Einnahmen hat, kann das gröbste damit abfedern.
Doch, die Ausgaben laufen weiter, jeden Monat muss das Gehalt ausgezahlt werden, unabhänig davon wie es läuft. Die Miete muss bezahlt werden, das Auto, die Verträge etc. es ist nicht möglich das Geld in der Bankroll zu lassen. Von seinen bis dahin angelegten Reserven kann und möchte man nicht leben, da man damit mittelfristig die Existens gefährden würde. Also heißt es auch nach einem Verlust Monat auszahlen. Genaugenommen wird die Bankroll dann doppelt belastet, zum einen durch das entsprechende down, und zum anderen durch die monatliche Auzahlung, auf welche man als Berufsspieler angewiesen ist.
Die Bankroll wird so in kürzester Zeit halbiert, 1/4 , 1/8 usw.
Nun werden einige Spieler aufschreien und sagen: „Wer Skill hat braucht keine Bankroll“ .
Ich sage falsch, denn wissen wir denn wirklich wie viel BB/100 oder roi wir auf unseren Limit haben? Unser Graph beschreibt nur die Vergangenheit nicht aber die Zukunft. Es ist unmöglich zu sagen „ Ich hatte bei den letzten 10.000 Sngs ein roi von 5%, nun werde ich wieder 5% erreichen. Wir wissen nicht ob sich neue Regs auf unserem heimischen Limit etablieren, welche auf dem gleichen Niveau spielen. Können wir wirklich auf andere Top Leute eine Edge haben, welche den Rake schlägt? Zuviele Regs machen das Spiel unlukrativ. Und es werden immer mehr. Auch entschließen sich immer mehr junge Leute Profis zu werden, was monatlich Geld aus dem System zieht. Da an den Tischen immer mehr Regs sitzen, müssen diese mehr spielen um das gleiche Einkommen zu erwirtschaften.
Einige spielen mehr Stunden, andere mehr Tische, wobei die Fische weiterhin ihre 2 Tische spielen. Die Reg dichte wird so noch einmal erhöht. Die schlechtesten Regs auf ihrem Limit müssen ein Limit absteigen um das Spiel überhaupt noch schlagen zu können. Auf diesem Limit wiederum tritt der gleiche Effekt ein, und die Spiele werden bis in das unterste Limit stärker.
Das ist die Realität, dass ist die Zukunft. Es wird härter. Damit sage ich nicht, dass es kein Geld mehr zu verdienen gibt, ich sage das es schwieriger wird, dass es nicht mehr so viel zu verteilen geben wird.
In diesem Zusammenhang werden lukrative Rakeback Deals oder der SN / SNE Status von Pokerstars immer wichtiger.
Gleichzeitig ist man als Berufsspieler aber auf ein ordentliches Gehalt angewiesen. Wie oben beschrieben müssen downs ausgeglichen, und die Zeit vor dem PC entschädigt werden.

Auch um Steuern, Private Krankenversicherung, Altersvorsorge muss man sich nun selbst kümmern. Man ist kein Arbeitnehmer, es ist nicht alles geregelt. Man muss alles selbst machen. Und es ist wichtig. Wer keine Steuererklärung macht, wird mit Geldbußen belegt, wer keine Krankenversicherung hat, zahlt unter Umständen sein Leben lang nach einer notwendigen Operation ab, und wer als Berufsspieler keine Vorsorge betreibt, und damit meine ich Gelder die unter keinen Umständen wieder zum spielen verwendet werden dürfen , handelt sehr naiv.
Auch Gesellschaftlich muss einiges mehr geregelt werden, da man schließlich in dem Sinne keine Arbeitskollegen mehr hat, ist es umso wichtiger sich um soziale Kontakte zu bemühen.
Desweiteren reagieren einige Gesellschaftschichten durchaus seltsam auf Berufsspieler, man braucht also ein dickes Fell. Während es junge Leute meistens recht „geil“ finden, sind endlose Diskussionen mit dem älteren Semester an der Tagesordnung.
Auch muss man sich überlegen, ob man es überhaupt möchte, dass alle wissen womit man sein Geld verdient. Neid und Missgunst begegnen einen genauso wie Verachtung und Ignoranz.
Generell ist das Verhältnis von Berufsspieler und Arbeitnehmer durchaus kompliziert, da beide Parteien einfach absolut verschiedene Probleme haben.

Alle diese Punkte sollten beachtet werden bevor man eine persönliche Entscheidung für oder wider trifft.
Man muss sich fragen, ob man der Typ dafür ist, ob es dass ist, was man machen möchte. Ob man auch nach einem 6 wöchigen down aufstehen kann, und zufrieden mit seiner Arbeit ist. Ob man privates und berufliches trennen kann. Ob man bereit ist, wirklich Vollgas zu geben, und ob man die wunderschönen Vorteile wie finanzieller Wohlstand, Freiheit, Ausschlafen und Reiselust ausleben zu schätzen weiß, oder an den Nachteilen zugrunde geht.

Für alle, welche sich für die Vorteile dieses Lebens entschieden haben.
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Kommentare:

  1. hi leraner,
    du sagst es wie es ist! echt guter Text!

    Mag mich irren aber beim lesen kamm es mir so vor als ob Du denn weg denn du gegangen bist in frage stellst...
    Anfangs war es "einfacher" an sein Geld zu kommen wie du schon sagst- und nun muss man "schuften"!

    Das schlimmste ist natürlich ein Verlustmonat! Da "arbeitet" man 150 Std und man hat nix davon.umsonst gezockt. Das kann einen normalen Arbeitnehmer nicht passieren.
    Naja hat alles vor und nachteile.

    Die Frage ist nun wie wird sich online Poker weiter entwickeln?
    Ich bin da ja nicht so in der Materie wie Du aber Kann es sein das es bald nahezu unmöglich ist langfristig "hohen" Profit beim Poker zu erzielen?

    Ich Vergleich das nun mal mit einer Firma die eine Marktlücke entdeckt. Anfangs hohe gewinne aber nach und nach kommen neue Firmen, die alle was vom kuchen haben wollen bis man selber nur noch ein kleines Stück hat.

    Eh man sich versieht muss man nicht mehr 5-7 Std sondern 10 std am Tag Pokern....
    Wenn es denn so kommen würde finde ich das das Pokern doch unlokrativ wird... oder?

    Noch eine Frage an Dich Persönlich:
    Nach der langen Zeit die Du nun beim Pokern Dabei bist, macht einen das spiel eigendlich noch Spaß oder musst auch Du dich ich sag mal "Quälen" Tag für Tag wieder 5 Std. lang 20 Tische zu spielen ?

    Vielleicht kannst in deinem Blog mal einen Text über deine Ansicht der Poker Zukunft verfassen, würde mich interessieren!

    Ansponsten guter Text ist gut zu lesen ,vielleicht kommt ja bald eine Biografie von Dir " Die Wahrheit" :-)

    Grüsse Don

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  2. Ich finde du hast sehr schön die Pro und Contras verglichen.
    Vielleicht kann man zwischen den Zeilen schon auch ein wenig Zweifel herauslesen.

    Die Gretchenfrage ist schon *möchte ich bis an mein Lebensende als Pokerprofi tätig sein*
    *Möchte ich Jahr ein Jahr aus abgesehen von den freien Tagen
    150-250 sng´s am Tag spielen?
    Ab und an ein Lifeturnier ect ect*

    Selbst diese Antwort ist schwer weil sich die Lebenseinstellung auch mit fortschreitenden Alter stetig ändert.

    Ich würde ságen für einen jungen Kerl ein paar Jahre zocken ist wunderbar und dann meinetwegen ein anderes solides Geschäft aufbauen

    Just my 2 ct

    Gruß Jürgen

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  3. @ Don: Der Vergleich mit der Marktlücke gefällt mir sehr gut, da ist durchaus was wahres dran, siehe SSS die ich lange Zeit profitabel bis NL2000 geschlagen habe, und etliche Leaderboards abgeräumt habe. Mitlerweile sind nur noch Shortys an den Tischen und die Anbieter erhöhen deswegen ihr Standart Buy - in auf 35BB. Desweiteren haben die meisten Anbieter ihre Rakeback Methode auf dealt geändert.
    Man ist also ständigen Veränderungen unterworfen, man muss sich ständig neu anpassen.

    @Jürgen: Du hast es auf den Punkt gebracht, kaum jemand kann sich vorstellen bis an sein Lebensende nur Poker zu spielen, dafür wird es mit der Zeit zu stupide.
    Mir persönlich geht es nur darum möglichst schnell einen Betrag X zu erspielen, mit welchem ich dann andere Ideen verwirklichen kann.

    Auch wenn dieser Text sehr kritisch ist, bin ich schon froh das ich vor knapp 3 Jahren die Entscheidung getroffen habe, dennoch werd ich mit steigendem Alter immer sicherer, dass es nur ein Mittel zum Zweck ist, und die Pro - Zeit durchaus zeitlich begrenzt bleibt

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  4. Abgesehen von der anfänglichen (überdramatisierten) Abhandlung über die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt ein schöner, sehr informativer und lesenswerter Artikel

    PS: Einer der besten, deutschen Pokerblogs.
    Weiter so!

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  5. Hey das ist ein toller Beitrag mit Einblicken in das Leben eines Poker Profis.
    Ich vermute dass er auch ein wenig durch Deinen letzten Monat motiviert wurde. Aber die Frage mit dem Sterbebett, da muss ich Dir voll zustimmen...

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  6. Heyho Leraner,

    toller Eintrag, liest sich super. Regt zum Nachdenken an... ich denk genau das was du erreichen wolltest ;-)
    Schön dass es wiederu updates gibt!

    mfG mat

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  7. super artikel!
    irgentwann kommt der punkt für das wesentliche.
    " um so älter man wird = reifer "

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  8. Hi mein Freund,

    super Beitrag, liest sich sehr gut.
    Das Beste was ich in letzter Zeit gelesen habe.

    Danke.

    Gruß

    Marko

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  9. Echt toller Text. Ein Freund von mir ist "Semi"-Professioneller Pokerspieler und sagt in etwa das selbe wie du... dass es schon anstrengend wird, dass es bald einmal von Spass zu harter Arbeit umschlägt, und dass es mittlerweile bedeutend schwerer geworden ist und immer mehr halbwegs gute Spieler am Kuchen mitnaschen wollen.
    Ich bin gespannt wie die Entwicklung weiter verläuft, wünsch dir auf jeden Fall alles Gute und beneide dich trotzdem irgendwie ;)
    Sonne, Strand, Reisen... belohnen einen dann doch für die Strapazen denk ich...

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  10. Andere Anregung: Wechsel zu PLO. Die Spielart ist immer noch sehr gut zu schlagen.

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  11. Hi Leraner, danke für die Gedanken die Du Dir gemacht hast und das Du uns daran teilhaben läßt. Du hast den Schritt ja den Schritt erfolgreich hinter Dich gebracht. Da ich schon viele Jahre selbständig bin kenn ich Höhen und Tiefen, darin unterscheidet sich Poker nicht vom Reallife. Nur ist nicht jeder Mensch dafür gemacht. Wer keine Disziplin besitzt sollte gleich die Finger davon lassen. In jedem Fall ist der Beruf, Poker, Angestellter oder Selbstständigkeit, nur Mittel zum Zweck. Wenn Dich das was Du machst auf Dauer nicht dahin bringt wohin Du möchtest, dann läßt Du es irgendwann sowieso sein und machst was eh anderes. Poker kann also auch nur Mittel zum Zweck sein und bietet dem der bereit ist den Preis zu bezahlen sicher einige Dinge die man vielleicht sonst nie bekommen kann. Wenn jemand denkt das ist alles leicht verdientes Geld dann ist er sicher auf dem Holzweg. Aber darin unterscheidet Poker sich in keiner Weise von anderen Dingen die bessere Verdienstmöglichkeiten anbieten als Hartz4 oder ein schlecht bezahlter Job. Ein erfolgreicher Tennisprofi oder Formel1 Rennfahrer wird man auch nicht ohne Anstrengung und Disziplin.

    PS Warum hab ich Dich eigentlich garnicht in der Blogroll? Wird sofort geändert....;)

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  12. Jo Leraner, sehr nice. Hab Dich auch mal bei mir in die Blogroll genommen.

    Grüße,

    BH

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  13. ...Du wirst hier etwas zugemüllt mit Spam-Kommentaren für Uhren und anderes; sieht so aus als ob Du Dich nach diesem Mega-Beitrag mehr dem Pokern als Deinem Blog widmest.

    Da sich viele nicht vorstellen können, wie ein Tag im Leben eines Poker Profis aussieht, habe ich einen Artikel mit Bildern eines typischen Tagesablaufs eines Poker Profis erstellt ;-)

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  14. Hallo Leraner,

    genialer Beitrag!
    Bist in der deutschen Poker Blog Übersicht dadurch sehr weit oben gelandet.

    Schöne Grüße
    Bernhard

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